St. Laurentius Kirchengemeinde Faßberg-Müden

Beschluss des Kirchenvorstands der St. Laurentius Kirchengemeinde Faßberg - 20. Februar 2018

Sun, 25 Feb 2018 18:29:31 +0000 von Beate Broihan

Der Kirchenvorstand fasst nach umfänglichen Beratungen innerhalb der Gemeinde, mit dem Kirchenkreis und mit der Landeskirche zum weiteren Umgang mit der Glocke in Faßberg, die mit einem Hakenkreuz gezeichnet ist, folgenden Beschluss:
  1. Der Kirchenvorstand möchte das Gespräch über die Geschichte des Ortes und die Geschichte der Kirche mit ihrer Ausstattung, insbesondere der Glocke, intensivieren.

    Mit der historischen Untersuchung von Seiten der Kirche hat der Kirchenvorstand die Leiterin des Landeskirchlichen Archivs, Dr. Mareike Rake beauftragt.

    Die Ergebnisse dieser Untersuchung werden Frau Dr. Rake und andere Expertinnen und Experten im Frühsommer in einer Bürgerversammlung den Gemeindegliedern und den Bewohnerinnen und Bewohnern von Faßberg vorstellen. Diese Veranstaltung wird die Kirchengemeinde gemeinsam mit dem Bürgermeisterdurchführen.
  2. Der Kirchenvorstand lädt die Gemeindeglieder und die Bewohnerinnen und Bewohner von Faßberg ein, nach dieser öffentlichen Versammlung und der Darstellung des historischen Befundes in Arbeitsgruppen und Gesprächskreisen die Geschichte des Ortes, des Kirchbaus und auch der Glocke aufzuarbeiten.

    Dabei sollten auch Fragen des weiteren Umgangs mit dem historischen Erbe und der künftigen Gedenkkultur aufgenommen werden.

    Die Evangelisch-lutherische Landeskirche stellt für diese Erinnerungsarbeit Moderatoren bzw. Moderatorinnen zur Verfügung.
  3. Die Landeskirche hat dem Kirchenvorstand der Kirchengemeinde angeboten, die Kosten für den Guss einer neuen Glocke für die Michaelkirche in Faßberg zu übernehmen.

    Der Kirchenvorstand dankt der Landeskirche für dieses Angebot und nimmt es gerne an.

    Der Kirchenvorstand versteht dieses Angebot als ein Zeichen der Solidarität der Landeskirche und ihrer Gemeinden mit der Kirchengemeinde Faßberg.

    Der Kirchenvorstand beschließt folgendes Vorgehen:
  • Die zuständigen Fachleute werden gebeten, den Guss einer neuen Glocke vorzubereiten.
  • Der Kirchenvorstand gibt in Absprache mit der Landeskirche den Guss einer neuen Glocke in Auftrag, die von der Landeskirche finanziert wird.
  • Der Kirchenvorstand beschließt, welche Inschrift die neue Glocke tragen soll. Dafür werden aus der Kirchengemeinde Vorschläge erbeten.
  • Zeitnah wird die Sanierung des Glockenstuhls und die Vorbereitung für die Aufhängung einer neuen Glocke in Auftrag gegeben. Mit dem Beginn dieser erforderlichen Bauarbeiten wird die vorhandene Glocke endgültig außer Betrieb genommen.
  • Der Verbleib der Glocke, die mit einem Hakenkreuz gezeichnet ist, wird Thema in den Gesprächen, zu denen nach der Vorstellung des historischen Befundes eingeladen wird. Dabei sollen auch Fachleute für Erinnerungskultur beteiligt werden.

    Der Kirchenvorstand hofft auf konstruktive und sachliche Gespräche, die mit diesem Beschluss eröffnet werden sollen.